Besser Lernen lernen
Wie können wir besser lernen? Es gibt sehr viele wertvolle, brauchbare und interessante Methoden, wie man lernt, Wissen und Fertigkeiten in sich hineinzubekommen. Da gibt es die speziellen Lerntypen, die beiden Gehirnhälften, die optimal zusammenspielen müssen, Bewegung als Grundlage des Lernens und vieles mehr. Im Folgenden wird es dazu verschiedenen Anregungen und Ideen geben. Und das betrifft nicht nur Kinder und junge Erwachsenen, sondern alle Menschen dürfen sich angesprochen fühlen. Denn es ist wichtig, immer wieder etwas zu lernen und sich Herausforderungen zu stellen.
Hirn-Gymnastik
Beobachten wir Kinder von klein auf in welcher Vielfalt sie sich bewegen und Aktionen setzen, dann erkennen wir vielleicht die Notwendigkeit, Bewegung als Learning zu verstehen. Kinder folgen im Normalfall einer intrinsischen Motivation, zu tönen, zu krabbeln, sich aufzurichten und all das dazu und dazwischen. Die Bewegungsabläufe dienen sowohl der körperlichen als auch der geistigen Erstarkung.
Das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften
Vermutlich haben viele bereits davon gehört, dass die beiden Gehirnhälften der Corpus callosum verbindet. In vielen Fällen ist die linke Seite des Gehirns für das logische, abstrakte, rationale, verbale und analysierende Denken zuständig. Die rechte Seite steht für das gefühlsmäßige, intuitive, räumliche, künstlerische, Zusammenhänge herstellende Denken. Bei anderen Menschen ist es genau umgekehrt. So verfolgt der Ansatz von Brain-Gymnastik die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften zu optimieren. Genauso legt die pädagogische Kinesiologie darauf großen Wert. Erreicht wird dies unter anderem mit vielen speziellen Übungen. Gerade alles, was überkreuz gemacht wird, soll die Verbindung der beiden Gehirnhälften unterstützen.
Den Stress fernhalten
Ein Kind dazu zwingen, einen Text abzuschreiben, es dabei beobachten, kritisieren und korrigieren, ist eine Methode, die Stress erzeugen kann. Wenn ein Kind nur unter der Voraussetzung lernt und schreibt, dass es danach etwas tun darf, was es gerne mag, wird der Erfolg vermutlich lange auf sich warten lassen. Denn so wird ein Stress erzeugt, der letztlich dazu führt, die Freude am Lernen zu verlieren. Und im schlimmsten Fall jegliches Lernen in Folge verweigert.
Lerntypen
Darüber wurde bereits sehr viel geschrieben. Es ist bestimmt gut, zu wissen, wie man selbst oder das eigene Kind, die eigenen Kinder am besten lernen können. Denn danach lassen sich bestimmte Lernumgebungen aufbauen. Es ist nicht unbedeutend zu wissen, ob man sich mehr das Gehörte merkt, oder alles erst sehen muss, bevor man es verarbeiten kann. Bestimmte Menschen sind diesbezüglicher haptischer veranlagt und müssen alles im wahrsten Sinne des Wortes erst begreifen, um das neue Wissen aufnehmen zu können. Viele Menschen lernen optimal, wenn sie möglichst alle Formen fürs Lernen verwenden. Wer beispielsweise etwas aus einem Buch mit viel Fließtext lernen muss, der tut gut daran, diesen Text aufzubereiten. So kann man ein Poster mit den wichtigsten Kapiteln und Aussagen gestalten. Wer das Lernen noch mehr in den Alltag einbauen möchte, der schreibt bestimmte Vokabeln, Formeln oder sonstiges auf Kärtchen und hängt sie an unterschiedlichen Stellen auf. Dabei ist der Kreativität fast keine Grenze gesetzt.
Quellen:
Kroneberg, Ludwig und Gabriele Förder, 2013: Kinesiologie für Kinder. Gräfe und Unzer
Buchner, Christina, 2015: Brain-Gym & Co. kinderleicht ans Kind gebracht. VAK VerlagsGmbH.
Lorenz, Theodor und David Jung, 2021: Lerntechniken und Lernmethoden. YouVenture GmbH
