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(C) James Gathany, CDC, Public Health Image Library (PHIL)

Die Tigermücke, eine gefährliche Gelsenart

Wie im Bild zu sehen ist die Tigermücke schwarz und weiß gestreift. Allerdings nähert sie sich dem Menschen lautlos. Die weibliche, gemeine Hausgelse, die uns wohlbekannt und oft lästig ist, macht sich ja recht bemerkbar mit ihrem unangenehmen Gesurre. Allerdings hört man dieses zurzeit weniger, da der Bestand der gemeinen Hausgelse drastisch zurückgegangen ist. Zudem wird diese uns bekannte Gelse erst bei Dämmerung aktiv. Die Tigermücke ist jedoch tagaktiv.

Wasser sollte niemals länger als einem Tag stehen bleiben. Denn dann werden diese zu idealen Brutstellen für die Tigermücke. Sie legt ihre Eier am allerliebsten in Kleinstwasserstellen ab. Allerdings hat sie sich in Österreich in Graz, Linz und Wien bereits etabliert. Und das gefährliche ist, dass sie viele Krankheiten überträgt. Wasser sollte niemals länger in einem Gefäß bleiben. Dieses sollte oft geleert werden. Und zwar in die Wiese, nicht in den Kanal. So soll auch die Vogeltränke täglich gewechselt werden. Es gilt, dass jede nur noch so kleine Wasseransammlung nicht so stehen gelassen werden darf. Da die Tigermücke über den Winter überleben kann, muss man sehr sorgsam umgehen. So können Schirmständer, Dekorationselemente und Dachrinnen Überlebens- und Brutstätten für die Tigermücke sein. Denn wie bereits erwähnt, ist die Tigermücke, im Gegensatz zur gemeinen Hausgelse, besser angepasst und und ihre Eier überleben den Winter.

So schützt man sich vor dieser Gelsenart

Auf helle Kleidung setzen sich die Tigermücken weniger gerne als auf dunklen Stoff. Am besten man lässt so wenig wie möglich unbedeckte Haut in dieser Zeit im Freien zu. Insektenschutzmittel sollten nur dann aufgetragen werden, wenn man sich vorher gut darüber informiert hat, wie und wie oft diese aufzutragen sind. Und ob sie überhaupt ihren Zweck erfüllen und genau vor dieser Art von Insekt schützt.

Diese Krankheiten können Tigermücken übertragen

Es können hier nicht alle Übertragungsmöglichkeiten beschrieben werden. Das Zika-Virus, Dengue und Chinkungunya treten in den Tropen auf. Bald kann es nun sein, dass diese Erreger in Österreich übertragen werden.

Wer sich mit Chikungunya ansteckt, der bekommt Fieber, hat starke Gelenks-, Glieder- und Muskelschmerzen, die noch Monate nach dem Fieberschub anhalten können. Normalerweise klingt die Erkrankung nach ein bis zwei Wochen ab man ist dann ein Leben lang davor geschützt.

Beim Zika-Virus beträgt die Inkubationszeit drei bis zwölf Tage. 60 bis 80 Prozent der Erkrankten zeigen keine Symptome. Meist leidet man unter leichtem Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Hautausschlägen. Es gibt derzeit keinen Impfstoff. Allerdings kann es zur Mikrozephalie, zu einer deutlichen Kopfumfangsreduktion des Neugeborenen bzw. des Fötus kommen. Und dies geht mit einer geistigen Behinderung einher.

Bei Dengue treten Krankheitszeichen nach der Infizierung meist drei bis zehn Tagen auf. Typisch dafür ist die Dengue-Trias. Das bedeutet Fieber, Ausschlag, Kopf-, Muskel-, Glieder-, Knochen- oder Gelenkschmerzen. In etwa ein bis fünf Prozent der Fälle nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf, wie innere Blutungen und ein Schock, wobei es dann zu einem tödlichen Ausgang kommen kann. Dieser schwere Verlauf tritt oft erst bei einer wiederholten Ansteckung mit Dengue-Virus auf.

Ist die asiatische Tigermücke aufzuhalten?

Die asiatische Tigermücke ist vermutlich nicht mehr aufzuhalten, so die Expert:innen auch in der Ö1 Sendung zum Thema – Der Kampf gegen die Tigermücke. Ein Citizen Science Projekt stellt eine App zur Verfügung, mittels der man gefundene Standorte der gesichteten Tigermücke melden kann. Die Daten werden anonym und international bearbeitet. Sie fließen in eine öffentlich zugängliche Karte mit ein.

 

Quellen:

Der Kampf gegen die Tigermücke

Übertragbare Krankheiten - Stechmücken

Tipps zur Vermeidung von Tigermücken

Chikungunya

Zika-Virus

Mosquito Alert – Meldung bei Fund einer Tigermücke