© Bild: donations_welcome auf Pixabay

Familienausflug in die Berge

Wer sich in die Berge wagt, sollte sich an einige wichtige Regeln halten. Am besten man erkundigt sich bei speziellen regionalen Internetseiten, die ernstzunehmende Wettervorhersagen aktualisiert auf ihren Portalen anbieten. Zusätzlich ist es ratsam, sich vor Ort nochmals bei jemanden, der in der Talstation einer Seilbahn, in einem Tourismusbüro und ähnlichem, nach den Wetteraussichten zu erkundigen. Prinzipiell sollte man für einen Wetterumschwung, mit Regen, Hagel und gegebenenfalls Schnee ausgerüstet sein. Es ist erfreulich, dass wir mit Hilfe unserer Mobilgeräte fast überall erreichbar sind und jemanden erreichen können. Aber nur fast. Denn es gibt sie noch – die Orte, wo es keinen Empfang gibt. Außerdem kann es passieren, dass der Akku leer ist. Welche Gedanken es dazu noch geben kann, ist im Artikel zu lesen.

Route auswählen

Wer mit Kindern unterwegs ist, der sollte diese und deren Konditionen bestens kennen. Gegebenenfalls ist es ratsam, vor dem Plan einer Wanderung in die Berge mit den Kindern vorab zu trainieren. Das kann so aussehen, dass man ein paar kleinere und schon eine anstrengendere Wanderung, die leicht abzubrechen ist, vorab unternimmt. Dabei findet man gut heraus, was dem Kind zumutbar ist und was nicht. Selbstverständlich kommt es auf die Tagesverfassung an. Sollte man feststellen, dass ein Kind am Morgen nicht so fit ist, vielleicht sogar erhöhte Temperatur hat, dann bitte das Vorhaben abbrechen.

In guten Reisebeschreibungen gibt es eine Angabe, welchen Schwierigkeitsgrad der begangene Weg aufweist. Dabei sollte man sich erkundigen, wie die Angaben zu interpretieren sind. Und bei den Angaben zu den Weglängen tut man gut daran, mindestens eine halbe Stunde draufzuschlagen. Sollte man es dann schneller schaffen, ist genug Zeit für die Rast und für etwaige kleine Zusatzherausforderungen.

Weil Anstrengung guttut

Wenn man nicht zuviel will und eine gutes Maß dafür finden, dann ist die Belohnung, eine Strecke geschafft zu haben, erfüllend und macht Spaß. Das kann man Kindern nicht früh genug beibringen. Klar ist, dass Kinder durch andere Kinder meist motivierter sind. Man kann sie zudem mit Geschichten und Material, dass sich am Wegesrand befindet, bei Laune halten. Und nahe Bezugspersonen werden immer als Vorbild gesehen. Hat man als Erwachsener Spaß und Freude dabei ein bestimmtes Ziel zu erreichen, dann färbt dies rasch auf die Kinder ab.

Hüttenzauber

Wer mag und es der Situation angemessen ist, der übernachtet auf einer Hütte. Das ist dann für Kinder lustig, wenn andere Kinder dabei sind. Das muss möglichst gut vorab geplant werden. Man sollte sich zudem im Klaren sein, dass die wenigsten Hütten wirklichen Komfort anbieten und sich auf einfache Gegebenheiten einstellen. Wer das im Vorfeld beherzigt, der kann sich und Kindern dadurch ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Kühe und Co.

Immer wieder poppt das Thema Kühe auf der Weide auf, die jemanden verletzen und sogar attackieren. Die allermeisten Weidekühe haben Respekt vor einem (Wander)Stock. Es reicht meist, wenn man diesen bloß in der Hand hält und ihm der Kuh zeigt. Es ist immer ratsam, mit ruhiger und tiefer Stimme zu reden. Hunde soll man nur dann auf eine Wanderung in die Berge, wo Weidegebiete sind, mitnehmen, wenn man sich die Beherrschung schwieriger Situationen zumutet. Kommt man in eine Situation, wo Hund und Kuh einander begegnen, dann muss man den Hund loslassen und ja nicht an der Leine halten. Denn dann besteht die Gefahr, dass die Kuh angreift bzw. sich zu verteidigen meint.

 

Quelle: Alpenverein - Weidetiere