Obst und Gemüse im Winter
Ausreichend Obst und Gemüse sollten gerade im Winter am täglichen Speiseplan zu finden sein. Gerade im Winter stellt sich jedoch häufig die Frage, wie eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse aussehen kann, wenn das regionale Frischangebot sehr eingeschränkt ist. Denn wer sich im Jänner nicht nur mit diversem Wurzelgemüse, mit Kohl, Kraut und Kürbisgerichten zufriedengeben mag, der kann auch zu Tiefkühlgemüse und gefrorenem Obst greifen. Selbstverständlich ist ab und zu auch der Genuss von eingelegtem Obst und Gemüse eine gute Möglichkeit, an notwenige Vitamin- und Mineralstoffe zu kommen. Genauso ist Obst in eingeschränkter Art zu erhalten. Wobei es ein schmackhaftes Angebot an Apfel- und Birnensorten gibt, möchte man hin und wieder eine sinnvolle und gesunde Alternative haben. Denn Zitrusfrüchte beispielsweise wärmen nicht und sollte man eher wenig konsumieren.
Besinnen auf heimisches und fast vergessenes Gemüse und Obst
Rüben und Wurzelgemüse aller Art sind im Winter der Vitaminspender schlechthin. Im herkömmlichen Supermarkt wird man eher nicht fündig, sucht man unterschiedliche Rübenarten, besondere Kürbisse und Wurzelgemüse der besonderen Art. In Österreich ist lagerfähiges Gemüse aus regionalem Anbau erhältlich. Dazu zählen Rote, Gelbe und Weiße Rüben, Kohl, Kohlsprossen, Rot- und Weißkraut. Neben Karotten sind Pastinaken, Petersilienwurzel, Sellerie und Schwarzwurzeln zu nennen. Kürbisse spielen im Winter ebenso eine wichtige Rolle, insbesondere Sorten wie Hokkaido, Butternut und Muskatkürbis, die bei richtiger Lagerung bis in die Wintermonate verfügbar bleiben. Und nicht zu vergessen sind die unterschiedlichsten Apfel- und Birnensorten. Wer einmal bewusst unterschiedliche Sorten gefunden und ausprobiert hat, der wird nicht mehr von einem Apfel reden. Der spricht dann von der Guten Luise, dem Gala, Rubinette, Kronprinz Rudolf und viele mehr. Es existieren tausende unterschiedliche Birnensorten und nur sehr wenige bekommt man im Handel. Vielleicht entdeckt man hier und dort eine Forellenbirne, eine Prinzessin Marianne, die Späte Gute Luise, die Hofrats- und die Haferbirne. Hoffentlich geht der Trend dahin, wieder mehr Apfel- und Birnensorten anzubieten. Es würde den Speiseplan enorm erweitern.
Tiefkühlprodukte als Alternative
Ein wesentlicher Vorteil von Tiefkühlprodukten liegt in ihrer Frische zum Zeitpunkt der Verarbeitung. Obst und Gemüse für die Tiefkühlung wird in der Regel direkt nach der Ernte verarbeitet und schockgefroren. Durch dieses Verfahren bleiben Nährstoffe, Farbe, Geschmack und Struktur weitgehend erhalten. Im Vergleich dazu verlieren viele frische Produkte, die lange Transportwege oder längere Lagerzeiten hinter sich haben, einen Teil ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. Gerade im Winter, wenn frische Ware häufig aus fernen Ländern importiert wird, kann Tiefkühlware daher sogar die nährstoffreichere Wahl sein. Zudem spricht einiges aus praktischen Gründen für Tiefkühlobst und -gemüse. Es ist lange haltbar, leicht zu portionieren und jederzeit verfügbar. Das reduziert die Lebensmittelverschwendung und hilft bei einer ausgewogenen Ernährung vor allem im Winter, wo das saisonale Frischeangebot eingeschränkter ist. Tiefgekühlte Produkte lassen sich ohne aufwendige Vorbereitung direkt verwenden. Denn das Schälen, Waschen und Schneiden entfällt.
Bestehende Vorurteile gegen Tiefkühlprodukte
Häufig bestehen Vorbehalte gegenüber Tiefkühlprodukten, insbesondere im Hinblick auf Zusatzstoffe und Qualitätsverluste. Moderne Tiefkühlware kommt jedoch meist ohne Konservierungsstoffe aus, da das Einfrieren selbst die Haltbarkeit sicherstellt. Wichtig ist lediglich ein bewusster Blick auf die Zutatenliste, um Produkte ohne zugesetzten Zucker, Salz oder unnötige Zusätze zu wählen. Bei sachgerechter Lagerung und schonender Zubereitung steht Tiefkühlobst und -gemüse frischer Ware in nichts nach.
Ökologische Bedenken und bewusste Ernährung im Winter
Nicht zuletzt spielen auch ökologische Überlegungen eine Rolle. Tiefgekühlte Produkte können durch eine effizientere Verarbeitung und geringere Lebensmittelverluste durchaus einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Wenn sie saisonal geerntet und regional verarbeitet werden, verbessert sich ihre Umweltbilanz zusätzlich.
Quellen:
https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender.html
https://austria-forum.org/af/Heimatlexikon/Birnensorten_im_Überblick
