Ostereier und Co
In den Regalen diverser Supermärkte und sonstiger vieler Geschäfte ist das Osterfest bereits eingekehrt. Die Auswahl ist riesig. Der Handel und die Wirtschaft forcieren eifrig das Schenken, schon fast wie beim Weihnachtsfest. Da gibt es sogar Geschenksboxen, gesehen in einem Buch- und Spielwarengeschäft, die mit Namen versehen, die Wünsche der Kinder sammeln. Jeder und jede, die zum Osterfest einen oder mehrere Wünsche des Kindes erfüllen mag, holt sich daraus das entsprechende Wunschzettelchen. Ostern feiern bedeutet für viele, bei einer ordentlichen Osterjause das Fest zu begehen. Andere ziehen es vor, die Eier selbst zu färben, Osterlämmer und Osterhasen zu backen und sich so in Freude und Ruhe auf das Ereignis vorzubereiten.
Lustige Vorbereitungen vor Ostern
Für viele Kinder ist das Ostereierfärben ein schönes Erlebnis. Dazu werden Eier hart gekocht. Wer eher strahlende und helle Farben erzielen möchte, der kocht weiße Eier, sonst kann man auch die bräunlichen dafür verwenden. Damit erzielt man eine natürlichere Färbung. Man legt als los, indem man gemeinsam Farbe anrührt, die hart gekochten Eier vorsichtig mit einem Löffel in die Flüssigkeit legt und mit Spannung wartet, wie die gefärbten Eier nun tatsächlich aussehen werden. Das ist schon ein kleines Ereignis, das Freude bereitet. Während die selbstgefärbten Eier aufgereiht und getrocknet werden, lässt sich der Teig für das Biskuit-Osterlamm oder der Germteig-Osterhase zubereiten.
Germteig-Osterhasen backen
Für den Teig werden zweihundert Gramm Milch und neunzig Gramm Butter gemeinsam erwärmt. Anschließend werden fünfhundert Gramm Weizenmehl, sieben Gramm Salz, fünfundsiebzig Gramm Feinkristallzucker, acht Gramm Bourbon-Vanillezucker, ein ganzes Ei sowie dreißig Gramm Germ mit der Milch-Butter-Mischung zu einem Teig gut verknetet.
Dieser wird mit einem Geschirrtuch abgedeckt und bei Raumtemperatur zwanzig Minuten stehen gelassen. Danach wird der Teig auf einer leicht bemehlte Arbeitsfläche in neun gleich große Stücke zu je etwa einhundert Gramm geteilt. Diese Teigstücke werden rundgeformt und zugedeckt nochmals etwa fünfzehn Minuten bei Raumtemperatur ruhen gelassen.
Je nach Vorlage und Belieben werden Osterhasen daraus geformt. Diese werden nun leicht mit Wasser befeuchtet und im Backofen bei etwa vierzig Grad Celsius zum Gehen gestellt. Dabei sollte man immer wieder diese leicht befeuchten, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Nach etwa dreißig bis vierzig Minuten werden die Teiglinge aus dem Ofen genommen und die Backofentemperatur auf einhundertachtzig Grad Celsius Heißluft erhöht.
In der Zwischenzeit wird ein weiteres Ei aufgeschlagen und verquirlt. Die Teigstücke werden großzügig damit bestrichen, anschließend werden Rosinen als Augen eingesetzt und je nach Belieben mit Hagelzucker oder Mandeln bestreut. Danach werden sie in den vorgeheizten Backofen geschoben und bei leicht geöffneter Backofentür gebacken.
Biskuit-Osterlamm backen
Zunächst wird die Form sorgfältig mit Butter eingefettet und anschließend mit Mehl ausgestäubt. Danach werden drei Eigelb mit etwa 60 Gramm Zucker schaumig gerührt. Das Eiweiß von drei Eiern wird steif geschlagen, wobei 15 Gramm Zucker langsam eingerieselt werden, bis eine schnittfeste Masse entsteht. Ein Drittel des Eischnees wird vorsichtig unter die Eigelbmasse gehoben, anschließend wird der restliche Eischnee zugegeben. Dann werden einhundertzwanzig Gramm Mehl, 10 Gramm Speisestärke und etwas Zitronenschalenabrieb behutsam untergehoben.
Der Teig wird gleich danach in die vorbereitete Form gefüllt und im vorgeheizten Backofen bei einhundertachtzig Grad Celsius Umluft etwa dreißig Minuten gebacken. Nach dem Backen bleibt das Osterlamm noch fünf Minuten in der Form ruhen, bevor es herausgenommen und auf einem Kuchengitter vollständig ausgekühlt wird. Zum Abschluss kann das Gebäck nach Belieben glasiert oder mit Puderzucker bestäubt werden.
Die Osterjause
Die wichtigsten Zutaten bis auf den Osterschinken sind nun vorbereitet. Je nach Bundesland und Familientradition wird ein Reindling dazu serviert. Der Osterschinken wird warm oder kalt aufgetischt, wobei der frisch geriebene Kren nicht fehlen darf. Und was sonst noch alles dazu hergerichtet wird, das bleibt jedem und jeder selbst überlassen.
