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Permaveggies

Langsam interessieren sich mehr Menschen in Österreich für nachhaltige Ernährung, regionale Lebensmittel und naturnahe Gärten. In diesem Zusammenhang gewinnen die sogenannten Permaveggies an Bedeutung. Der Begriff setzt sich aus permanent und Vegetables, also Gemüse zusammen. Es beschreibt mehrjährige Gemüsepflanzen, die nach einmaliger Pflanzung über viele Jahre hinweg Erträge liefern. Während klassische Gemüsesorten wie Salat, Paradeiser oder Karotten jedes Jahr neu ausgesät werden müssen, wachsen Permaveggies dauerhaft im Garten weiter. Besonders im Zusammenhang mit Permakultur und klimafreundlicher Landwirtschaft gelten sie als vielversprechender Trend.

Das sind Permaveggies

Zu den bekanntesten Permaveggies zählen Topinambur, Rhabarber, Ewiger Kohl, Winterheckenzwiebel, Sauerampfer und der Bärlauch. Viele dieser Pflanzen sind robust, winterhart und an das gemäßigte Klima angepasst. Ein großer Vorteil besteht darin, dass sie oftmals bereits früh im Jahr geerntet werden können. Diese Sorten bieten gleichzeitig Lebensraum für viele Insekten und Bodenorganismen.

Das Praktikable an Permaveggies

Permaveggies bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch praktische. Viele Pflanzen sind pflegeleicht und widerstandsfähig gegenüber Trockenheit oder Wetterextremen. Vermutlich werden Permaveggies auch angesichts des Klimawandels künftig eine größere Rolle in der österreichischen Landwirtschaft spielen. Denn sie fördern gleichzeitig die Biodiversität und verbessern langfristig die Bodenqualität. Forschungen zeigen, dass permakulturelle Systeme Kohlenstoff besser speichern und die Artenvielfalt erhöhen können.

Die cremige Topinambur Suppe

Topinambur besitzt einen leicht nussigen Geschmack und ist sehr bekömmlich.

Für die Zubereitung der Topinambur Suppe werden etwa 500 Gramm Topinamburknollen geschält und in kleine Stücke geschnitten. Gemeinsam mit einer fein gehackten Zwiebel brät man diese in etwas Butter oder Olivenöl an. Anschließend gießt man etwa einen Liter Gemüsebrühe dazu und lässt alles rund zwanzig Minuten weichkochen. Danach wird die Suppe püriert und mit Salz, Pfeffer sowie etwas Muskat abgeschmeckt. Ein Schuss Schlagobers sorgt für eine besonders cremige Konsistenz. Serviert wird die Suppe mit frischen Kräutern oder gerösteten Brotwürfeln. Auch kalt genossen in einer hübschen Trinktasse an heißen Tagen macht diese Suppe Freude uns sättigt gut.

Ein Frühlingsrisotto mit Sauerampfer und Winterheckenzwiebeln

Dieses Gericht eignet sich besonders gut als leichtes Frühlings- und Sommeressen. Dafür wird der Risottoreis in Olivenöl angeschwitzt und nach und nach mit heißer Gemüsebrühe aufgegossen. Während das Risotto langsam cremig wird, schneidet man frischen Sauerampfer und Winterheckenzwiebeln fein. Wichtig ist, dass man immer wieder umrührt. Das macht diese Speise etwas arbeitsintensiv, doch es zahlt sich aus. Wer einen Thermomix oder ähnliches besitzt, kann diese Arbeit delegieren. Kurz vor dem Servieren werden die Kräuter unter das fertige Risotto gemischt. Der Sauerampfer verleiht dem Gericht eine angenehm säuerliche Frische, während die Winterheckenzwiebeln für würzige Aromen sorgen. Abgerundet wird das Risotto mit geriebenem Parmesan und etwas Zitronenschale.

Ein herzhafter Ewiger-Kohl-Auflauf

Sein kräftiger Geschmack passt hervorragend zu deftigeren Speisen. Die Blätter des Ewigen Kohls sollen kurz blanchiert und anschließend grob gehackt werden. In einer Auflaufform schichtet man gekochte Erdäpfelscheiben, den Kohl und etwas Schafkäse oder Bergkäse. Darüber kommt eine Mischung aus Schlagobers, Eiern, Salz, Pfeffer und Knoblauch. Der Auflauf wird etwa dreißig Minuten im Backrohr gebacken, bis die Oberfläche goldbraun ist. Ewiger Kohl ist besonders robust und kann fast das ganze Jahr über geerntet werden.

 

Quellen:

Permakultur Austria Akademie