Wandern mit Kindern
Wandern ist trendy. Die Weitwanderwege sind beliebter denn je und teilweise sehr bevölkert. Dennoch gibt es noch die einsamen Pfade, wo man kaum jemanden begegnet. Kinder rauszulocken und dazu zu bringen, eine längere Strecke mitzuwandern ist mitunter recht schwierig. Lockmittel sind spannende Ziele, interessante Wege, Tiere entlang des Weges und andere Kinder, die mitgehen. Immer wieder in die Ferne zu sehen, den Wind auf der Haut zu spüren, den Regen zu riechen und die frische Luft zu atmen, macht glücklich, wenn man sich darauf einlässt. Selbst das natürliche Gehen, wenn die Arme gegengleich zu den Beinen mitschwingen, ist eine wundervolle und wichtige Bewegung für den ganzen Organismus, insbesonders für das Gehirn.
Gemeinsam mit Kindern wandern
Gemeinsam mit seinen und anderen Kindern zu wandern bedarf sicher eines organisatorischen Aufwandes. Gemeinsame Ausflüge mit anderen Familien planen kann eine Herausforderung darstellen. Ist es geschafft und das Ziel, der Aufwand und die Ausrüstung genauestens besprochen, steht dem gemeinsamen Glück meist nichts mehr im Wege. Und es zahlt sich vermutlich aus, sorgfältig in der Auswahl der Wanderung und der Familien zu sein. Genügend Pausen und Proviant inklusive des ausreichenden Wasservorrates müssen eingeplant werden, um einer entspannten Wanderung entgegensehen zu können.
Spielerisch Lernen beim Wandern
Statt Kinder dazu zu bringen, am Wochenende still zu sitzen und Hausübungen zu machen, könnte man Rechenaufgaben während des Wanderns stellen. Und das auf eine Art und Weise, dass es allen Beteiligten, inklusive der Erwachsenen Freude macht. So überlegt man vielleicht, wieviel Schritte es bedarf, bis man beim nächsten Baum, beim nächsten Gatter oder bei der nahenden Weide ist. Werden beispielsweise zwanzig Schritte geschätzt, stoppt man nach dreizehn Schritten und lässt die Kinder rechnen, wieviel Schritte noch bis zwanzig fehlen. Es bietet sich auch an, rückwärts zu zählen und vorwärts zu gehen oder umgekehrt. Während man rückwärts geht, zählt man vorwärts oder man geht rückwärts, und zählt auch rückwärts. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Optimalfall erfinden die Kinder selbst Rechenaufgaben und führen sie aus. Oder die Erwachsenen machen einmal das, was die Kinder wollen. Das taugt Kindern sehr und stärkt die Bindung zueinander auf eine besonderen Art.
Genügend Proviant und eine gute Ausrüstung
Je nachdem wie weit man wandert und wie die Wettervorhersagen sind ist das entsprechende Equipment einzuplanen. Ganz wichtig sind im Vorfeld die Erkundigungen vor Ort und mit Expert:innen und Einheimischen, wie die Wettervorhersage ist. Gerade in den Bergen ist das von enormer Bedeutung. Das Schuhwerk muss passend für den Anlass und intakt sein. Leider begegnet man auf Wanderung immer wieder Familien, die für das Gebiet unzureichend gekleidet und beschuht sind. Man braucht immer zusätzlich eine Regenbekleidung, warme Sachen, eine Kopfbedeckung und eventuell Wanderstöcke mit dabei.
Kleine möglichst nahrhafte und gesunde Snacks für Zwischendurch sind gerade bei Wanderungen mit Kindern wichtig. Oft hilft ein Müsliriegel oder ein Stück Schokolade als Motivationshappen, die Kinder zum Weitergehen zu veranlassen, wenn sie mal einen kleinen Durchhänger haben. Besser als Limonaden ist ein klares kühles Wasser und dieses in ausreichender Menge für alle, die bei der Wanderung dabei sind. Man muss immer davon ausgehen, dass es unterwegs nichts zum Kaufen gibt. Wer zwischendurch oder am Ende der Wanderung eine Rast in einer Hütte, einem Gasthaus plant, muss sich vorher erkundigen, ob diese auch dann geöffnet hat.
