Zeit füreinander nehmen
Ganz selbstverständlich schnappen sich Kinder den Bruder oder Schwester, Freunde und Freundinnen, um mit ihnen gemeinsam was zu tun. Sie kommunizieren meist freudig drauf los und setzten sich spielerisch mit anderen auseinander. Das ist gut so. Sofern sie nicht durch etwas abgelenkt sind, dass blinkt und leuchtet und verspricht, Aufregung zu erzeugen. Es existieren aktuell sehr viele verführerische Angebote, die einem die Zeit ohne andere Menschen vertreiben. Oder in dergestalt, dass diese Zusammenkunft nicht auf direkter zwischenmenschlicher Ebene passiert. Wo es sich reibt und toll anfühlt, wo Verschiedenes und Unerwartetes passieren kann, menschelt es.
Zeit bewusst einplanen
Denken wir an Versprechen, einander zu treffen, die man so dahinsagt und dann nie einlöst. Konkretisieren ist das Zauberwort und hilft zu bestimmten Terminen ganz bewusst füreinander da zu sein. Das kann auf ritualisierte Art und Weise passieren. Der Vorteil dabei ist, dass man sich das Planen meist erspart. Man überlegt sich einmal gründlich, wann und bei welchen Situationen genügend Zeit bleibt, um sich mit einer Freundin, einem Freund, mit Familienmitgliedern und Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen zu verabreden.
Gemeinsam Joggen, frühstücken, eine Abendrunde drehen
Es gibt sehr viele Gelegenheiten, einander in wiederkehrenden Sequenzen zu begegnen. Das hat einen großen Vorteil. Man bleibt am Ball, muss nicht groß planen und hat die Gewissheit, dass man einander sehen und austauschen wird. So gelingt dies hervorragend, wenn man sich mit der besten Freundin, dem Freund regelmäßig zum Walken oder Joggen trifft. Darüber hinaus ist das zusätzlich für die Gesundheit von großem Vorteil. Es muss nicht immer ein Kaffeehaus, eine Bar und ein Restaurant sein. So lässt sich einführen, mit Familienmitgliedern nach dem Abendessen eine Runde im Grätzel zu drehen. Der Hund kann mit, es muss jedoch nicht der Hund als Anlass genommen werden. Es können sich bei einer solchen ritualisierten Runde Gespräche ergeben, die sonst nicht stattgefunden hätten. Das Gehen, sich bewegen lässt manche freier Reden als zuhause am Wohnzimmersofa. Und es ist möglich sich mit in der Ferne lebenden Freunden und Freundinnen einmal im Jahr komprimiert für eine Woche zu sehen.
Für Kinder viel Zeit nehmen
Kinder brauchen dringend viel Kommunikation, Vorbilder, Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen. Es ist daher immens wichtig, sich wirklich für sie Zeit zu nehmen. Und damit meine ich bewusste Zeit, die sogenannte Quality-Time. Und dabei ist es wichtig, sich aufeinander einzulassen. Sich wirklich begegnen, nachfragen, Geschichten erzählen und erfinden. Gemeinsam Singen und lachen und verschiedene Sachen ausprobieren. Auch den Dingen und Ereignissen seinen Lauf lassen. Kinder haben Phasen, in denen sie ganz besonders viel Autonomie haben wollen. Und natürlich vieles noch nicht so gut können und überschauen. Und da ist es wichtig, behutsam und achtsam sie selbstbestimmt an das Neue und Unbekannte heranzuführen. Und viele wissen, es geht schneller als man denkt, sind die Kinder groß. Dann brauchen sie auf eine andere Art und Weise eine empathische Aufmerksamkeit. Und auch dann ist es wichtig sich Zeit zu nehmen. Denn wenn Dinge bewegen und beschäftigen und schwerwiegen, ist es nicht immer leicht, das schnell und knapp abzuhandeln. Daher ist es gut hier manchmal viel Zeit für ein Treffen einzuräumen, damit sich etwas gebührend entfalten kann.
